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Verein Städtepartnerschaften der Stadt Selm e.V. - Projekte

Projekte

TWINS 2010 im Überblick

Basisinformationen zum Projekt

Für das Jahr 2010 musste, so legen es die europäischen Statuten fest, eine deutsche Stadt zur Kulturhauptstadt Europas ausgerufen werden. Die Beteiligung von Regionen sehen die Richtlinien nicht vor. Vor diesem Hintergrund war die Stadt Essen im Bewerbungsverfahren offizielle Antragstellerin, stellvertretend für das Ruhrgebiet. Die Gesamtverantwortung liegt bei der neugegründeten GmbH Ruhr.2010.

25.3.- 01.4.          2. TWINS 2010-Workshop in Workington: Vorbereitung der
TWINNING Revue „Kühe, Kohle, Kreisverkehr (Cows, Coal, Cars)"
12.6.

Lokales RUHR.2010-Angebot: Offene Twinning Gärten – Gartenkultur in Selm

21.6.- 24.6.      

3. TWINS2010 – Workshop in Selm mit Teilnehmer/innen aus Workington
und Walincourt-Selvigny

25.6.

Internationale Generalprobe von „Kühe, Kohle, Kreisverkehr – die TWINNING Revue“ -
ein TWINS2010 Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

26.6.

TWINS2010-PREMIERE: „Kühe, Kohle, Kreisverkehr – die TWINNING Revue“ -
ein TWINS2010 Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 um 19:00 Uhri
m Bürgerhaus in Selm, Eintritt: 6 EUR/ 4 EURermäßigt(K
artenverkauf über das Kulturbüro /FoKuS Selm AöR, Selm, Willy-Brandt-Platz 2 - im Bürgerhaus)

23.10. 

Tag der Europäischen Freundschaft (in Kooperation mit FoKuS AöR Selm und WiKult)

Im Januar 2006 wurden die Bewerbungsunterlagen formell in Brüssel überreicht. Mit dem Slogan „Essen für das Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt Europas 2010“ konkurrierte Essen stellvertretend für die Region Ruhr mit der Stadt Görlitz - nahe der polnischen Grenze - um den begehrten Titel. Mit der Entscheidung, die Stadt Essen zur Kulturhauptstadt 2010 auszurufen, würdigte die europäische Kommission in Brüssel am Dienstag, den 11.04.2006, ein ganz besonderes Bewerbungskonzept. Thematisierte die Bewerbung Görlitz stark das europäische Verhältnis West-Ost, so setzte Essen auf die räumliche Nähe der Ruhrgebietsstädte zueinander mit vielen Zentren und Reibungspunkten, die als Raum einzigartig im europäischen Vergleich sind. Klammer dieser Vitalität ist die Kultur, die in den letzten Jahren Antriebskraft für einen vielgestaltigen Wandel im Ruhrgebiet war. Auf die Ressourcen und Erfahrungen dieses Wandels durch Kultur möchte man in den folgenden Jahren bewusst zurückgreifen, indem der Leitsatz „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ zum großen Thema der Kulturhauptstadt Europas im Ruhrgebiet festgelegt wurde.

Das Essener Bewerbungskonzept umfasst mehrere Leitprojekte. Ein wesentliches Leitprojekt ist „TWINS 2010“: Mit seiner internationalen konzeptuellen Ausrichtung will Essen die Kräfte Europas in den Blickpunkt setzen, die zukünftig für ein „neues“ Europa mehr denn je gebraucht werden. Gemeint sind Initiativen, Bürgervereine, Projektgruppen, Foren, die sich auf der lokalen Ebene ehrenamtlich in den Bereichen Wohnen, Umwelt, Naturschutz, Migration, Geschichtskultur, Erhalt industrieller Bauwerke, Sicherung kultureller Vielfalt etc. engagieren. Diese so genannten zivilgesellschaftlichen Akteure arbeiten bereits jetzt auf der lokalen und regionalen Ebene an der Gestaltung Europas mit. Für den europäischen Austausch von Erfahrungen und Ideen ist gerade dieses Engagement außerordentlich wichtig und soll im Leitprojekt „TWINS 2010“ bewusst als sozial-utopisches und kulturelles Potenzial einbezogen werden.

„TWINS 2010“ will die Städte und Regionen des Ruhrgebiets und ihre Partnerstädte über dezentrale Kulturleistungen in den „europäischen Gedanken“ einbinden. Hierzu nutzt man das über lange Jahre gewachsene Netzwerk von mehr als 150 Städtepartnerschaften, die das Ruhrgebiet mit Partnerstädten in allen europäischen Ländern unterhält. Seit Mitte 2005 haben die Organisatoren die Kommunalbeauftragten für Partnerschaftsarbeit, Vertreter/innen von Städtepartnerschaftsvereinen in unregelmäßigen Abständen zu interkommunalen Arbeitstreffen eingeladen. Hier wurde unter anderem an den inhaltlichen Ausrichtungen des TWIN2010-Programms gefeilt sowie über den ersten internationalen Vorbereitungskongress am 3./ 4. Februar 2006 diskutiert. Mehr als 400 Gäste aus dem Ruhrgebiet und deren Partnerstädte nahmen an diesem Kongress teil. An dessen Ende unterschrieben die Partnerstädte eine Kooperationsvereinbarung. Darin bekräftigten aus Workington Barbara Cannon (Regeneration Project) und der zu diesem Zeitpunkt amtierende Bürgermeister Alan Barry ihren Willen zur Zusammenarbeit mit Selm im Projekt „TWINS2010“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2010.

„Ziel der Zusammenarbeit ist es, die menschlichen, künstlerischen und kulturellen Beziehungen zwischen allen beteiligten Kommunen zu fördern und neue europäische Netzwerke aufzubauen. Insbesondere der Jugend soll Gelegenheit zu gemeinsamen kulturellen Projekten, zum Austausch und Kennenlernen gegeben werden“ (Auszug aus der Kooperationsvereinbarung, Dortmund am 4. Februar 2006).

Ausgeschrieben werden sollen Projekte in den unterschiedlichsten Kultursparten, die sich mit den folgenden Themenfeldern auseinandersetzen:

  • Stadt der Möglichkeiten (Urbanität) oder
  • Stadt der Künste (Identität) oder
  • Stadt der Kulturen (Integration).

Vorgabe ist, dass Projekte in Trägerschaft von Initiativen, Institutionen oder Kommunen im Ruhrgebiet mit mindestens einem weiteren Partner aus einer europäischen Partnerstadt vorbereitet werden. Start ist das Jahr 2007. Die Durchführung erfolgt dann in 2010.

Petra Bröscher

Informationen zum Projektantrag

„Kühe, Kohle, Kreisverkehr – die TWINNING Revue“ -
ein TWINS2010 Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Selm e.V. hat in Kooperation mit FoKuS Selm AöR das Projekt „Kühe, Kohle, Kreisverkehr - Die Twinning Revue“  („Cows, Coal, Cars – The Twinning Revue“) initiiert.

Projektträger des Kulturprojektes ist der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Selm e.V. - verantwortliche Ansprechpartnerin ist Petra Bröscher.

Petra Bröscher arbeitet seit 2005 ehrenamtlich im Vorstand des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften mit. Sie entwickelte das inhaltliche Gerüst von „Kühe, Kohle, Kreisverkehr – Die Twinning Revue“. Ihrem Projektantrag ist es zu verdanken, dass die Ruhr.2010 im Mai 2008 das Projekt zum anerkannten TWINS2010-Projekt gewählt und mit einer Fördersumme von 23.000 Euro ausgestattet hat.

Die Revue ist damit Teil des offiziellen Kulturhauptstadtprogramms.

Die künstlerische Leitung haben Erika Römer (Regie und Theater) und Stefan Ambrosi (Regie und  Musik). Weitere Mitglieder des professionellen Teams sind: Wolfgang Groß vom Selmer Blasorchester (verantwortlich für die musikalische Koordination mit der Union Musicale aus der französischen Partnerstadt Walincourt-Selvigny), John Bakuma (Tanz) und Lars Rosmaiti (Film).

Das Team stellt sich vor

Petra Bröscher - Teamleitung

Petra Bröscher wurde 1957 in Oberhausen geboren. Nach dem Abitur studierte sie Sozialpädagogik an der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und an der Staatlichen Fachhochschule Dortmund.

Nach den ersten Jahren der Berufserfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit zog sie von Mülheim a.d. Ruhr nach Dortmund und arbeitete dort in der Obdachlosen-Beratung. 1995 zog es Bröscher zurück an die Universität Dortmund, wo sie das Weiterbildungsstudium Frauenstudien aufnahm. Parallel dazu studierte sie Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Soziologische Frauenforschung und Soziale Gerontologie. Noch während ihres Studiums wurde sie Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Ursula Beer, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologische Frauenforschung, betreute Studierende, sammelte erste Publikations- und Lehrerfahrungen. Schwerpunkt ihrer Arbeit: Macht und Herrschaft im Geschlechterverhältnis. Später wechselte sie an den Lehrstuhl für Soziale Gerontologie. Ihre wissenschaftlichen Themen waren der demographische Wandel und seine sozialen Folgen – hier insbesondere die Chancen und Grenzen der sozialen Integration Älterer durch Formen des bürgerschaftlichen Engagements - sowie die Umverteilung von Arbeit und Einkommen. Im Institut für Gerontologie in Dortmund arbeitete sie in der Abteilung „demografischer Wandel“ in unterschiedlichen Forschungsprojekten zum Themenfeld bürgerschaftliches Engagements Älterer mit.   

2003, mittlerweile in Selm lebend, arbeitete Bröscher in der Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement in Dortmund. Auch hier war sie mitverantwortlich für Projekte zum bürgerschaftlichen Engagement in NRW, vergeben vom Land NRW.  

Seit April 2009 arbeitet Petra Bröscher bei FoKuS Selm, zuständig für die VHS-Fachbereiche Exkursionen/ Studienfahrten; Politik und Gesellschaft; Kultur und Gestalten. Zudem ist sie Kulturhauptstadtbeauftragte der Stadt Selm. Gemeinsam mit dem Filmer Lars Rosmaiti entwickelte sie das Konzept für den Trailer „Ruhr 2010  Selm, Bork, Cappenberg“ für das Kulturfest zur Eröffnung des Europäischen Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 auf der Zeche Zollverein.

Erika Römer, Theaterpädagogin und Regisseurin

Hineingeboren in eine große Familie in dörflicher Umgebung Mitte der 50er Jahre entwickelte Erika Römer eine ausgeprägte Neugier und Freude an sinnlicher wie sozialer Wahrnehmung, die bis heute ihren beruflichen wie künstlerischen Weg prägen. Die Spannungsfelder dieses Erfahrungsraumes zwischen Idylle und Realitäten, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Individuum und Gemeinwesen interessieren sie bis heute.

Seit dem II. Staatsexamen (Lehramt an berufsbildenden Schulen Sek.II ) bestimmen Biographiearbeit, soziokulturelle Projekte im Gemeinwesen und die Erwachsenenbildung verbunden mit kreativen Dokumentationsformen (Film, Foto- und Geschichtenkalender, Talkrunden, Ausstellungen) ihr Schaffen. Neben diversen freien Projekten stellten die Initiierung und mehrjährige Leitung einer Gruppe zur erzählten Geschichte in Bottrop („Der Mensch formt sich, wo er lebt“) und der Aufbau des Referats „Fort- und Weiterbildung zukünftiger Altenarbeit“ in Haus Haard (1990-1994) mit den Themen Strukturwandel und Identität im Ruhrgebiet, demographischer Wandel, Altenkultur, neue Ansätze der Arbeit mit jungen Alten und Projektmanagement berufliche Wegmarken dar.

Seit der Ausbildung zur Theaterpädagogin (1996) ist vornehmlich die Bühne der Ort ihres Handelns. Zentrales Anliegen ihrer Theaterarbeit sind Laiendarsteller jeden Alters, mit denen sie eigene biographische, interkulturelle und generationsübergreifende Bühnenstücke erarbeitet. Gerne arbeitet sie mit sehr gemischten Gruppen (Alter, Sprache oder Herkunft), denn aus dieser Melange entwickelt sich eine ganz eigene künstlerische Energie. Aus gleichem Grunde sucht sie die gemeinsame Projektarbeit mit anderen Künsten und Künstlern anderer Sparten. So entstanden:

  • 1999 ein zweisprachiges, deutsch-griechisches Stück zur Geschichte der Gastarbeiterinnen „Damals waren wir die Fremden“ mit dem wir bis 2003 in 15 Städten aufgetreten sind.
  • 2007 in Essen „Das verbotene Buch“ – ein selbstgemachtes Märchen mit Grundschulkindern, Gesamtschülern und Senioren mit insgesamt 100 Darstellenden.

Erika Römer interessiert die Bühne als Forum der Verschiedenheiten (Generationen, Nationalitäten), das Theater als Dialogisches Prinzip (Ensemble, Publikum), der Ansatz des community-based-theatre, das sie 1996 bei einem Praktikum in London bei Pam Schweitzer (Age Exchange) kennenlernte. In den meisten Projekten stehen die Akteure erstmals auf der Bühne. Im Prozess der Inszenierung erleben sie meist mit großem Erstaunen die Faszination und Magie des Theaters und oft erstmals die eigenen kreativen Potentiale. Bis heute hat sie mehr als 30 dieser Art Theaterprojekte inszeniert. Seit 2003 ist sie Muse Künstlerin (Yehudin Menhuin Stiftung). 

Neben dem Theatermachen selbst unternimmt sie immer wieder Ausflüge in angrenzende Gebiete (z.B. Forschungsprojekt zur Dramatherapie, Lehrauftrag Profil Theaterpädagogik FH Dortmund). So hat sie 2005/06 bei dem EU-Projekt ("Combining Forces against Trafficking - Setting up inter-European training modules for practitioners of the juridical, police and NGO sector involved in the fight against trafficking in human beings") das Konzept „Methods of Theatre – act your professional views“ federführend mitentwickelt und umgesetzt (aus Polen, Italien, Ukraine und Deutschland).

Stefan Ambrosi -Regie und Musik

Geboren 1978 und aufgewachsen in Selm, der „Grenzregion“ zwischen dem ländlichen Münsterland und dem industriell geprägten Ruhrgebiet, machte Ambrosi nach seiner 14-jährigen Schulkarriere und vollendetem Zivildienst an einer Sonderschule, im Jahr 2000 erste Studienerfahrungen in Köln im Fach Sonderpädagogik.

Zur gleichen Zeit sammelte er nach einem Jamaika-Aufenthalt, infiziert vom Reggae, persönliche Erfahrungen als Sänger bei dem „MSF-Soundsystem“ und bald in seinen eigenen Bands „Signs of Confidence“ und „I-SIGHT“ (mit letzterer ist Ambrosi auch aktuell unterwegs).

Nach kurzer Zeit wechselte er den Studiengang und begann in Dortmund Sozialpädagogik und Theaterpädagogik zu studieren. Dort sammelte er Erfahrungen in der Produktion von selbstentwickelten und klassischen Theaterstücken (z.B. „Der Belagerungszustand“ von Albert Camus, „Bombay, Baby...!“ eine Eigenproduktion der Theatergruppe Rollsplitt). Neben dem Spielen übernahm er die Regie in mehreren Stücken.

Als studentischer Mitarbeiter für seine Theaterprofessorin Prof. Dr. Lilly Neumann lernte Ambrosi Erika Römer (Theaterpädagogin) kennen, mit der er nach seiner Diplomarbeit Anfang 2007 das von ihm entwickelte Konzept, „re-spect – Ein integratives, interkulturelles Tanz-, Theater- und Musikprojekt“, im städt. Jugendzentrum Sunshine in Selm durchführte.

Zur gleichen Zeit arbeitete Ambrosi für die Diakonie Dortmund in Kooperation mit der  ARGE Dortmund, mit jungen Erwachsenen zwischen 17 und 25 Jahren, die auf dem Arbeitsmarkt noch nicht Fuß fassen konnten, an dem achtmonatigen Kulturprojekt „Setz' dich in Szene“. Die Teilnehmer/innen haben unter professioneller Begleitung das Theaterstück „Frohe Feste“ von Alan Ayckborn auf die Bühne gebracht. Des Weiteren haben die 25 Teilnehmenden das Bühnenbild erstellt, für die Kostüme gesorgt und die Öffentlichkeitsarbeit erledigt. Ambrosi übernahm die Regie für dieses Projekt.

2008 erarbeitete Ambrosi in Kooperation mit dem Filmer Lars Rosmaiti mit Selmer Jugendlichen mit russischer Zuwanderungsgeschichte den Film „Ein Platz an der Sonne“. Diese Mischung aus dokumentarischen Szenen und Interviews, die das alltägliche Leben und die Probleme Jugendlicher mit Migrationshintergrund widerspiegeln, gepaart mit fiktiven, von den Jugendlichen frei erfundenen Spielfilmszenen, macht die Situation der Jugendlichen deutlich.

Persönliches Aufgabengebiet: Redaktion und Regie

Im August 2008 begann Ambrosi in Kooperation mit Theaterpädagogin Römer, das von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. geförderte Rhythmus- und Theaterprojekt „Odysseus kam bis Ithaka...und wir?“ mit Schülern zwischen 14 und 17 Jahren einer Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen.

Ambrosi zeichnete sich für die Rhythmusarbeit und Theaterszenen verantwortlich und führte mit Römer zusammen Regie.

Seit Februar 2009 ist Ambrosi zudem Schulsozialpädagoge an der Martin-Luther-King-Schule in Castrop-Rauxel und macht freiberuflich weiterhin Theater- und Musikprojekte.

Lars Rosmaiti - Film

Lars Rosmaiti wurde 1974 in Witten geboren. Nach dem Abitur und Zivildienst begann er 1995 eine Maurerlehre, um seinem damaligen Ziel „Architekt" näher zu kommen.

Nach der Lehre zog es Rosmaiti jedoch 1998 nach Köln. Dort absolvierte er bei der Produktionsfirma „MMC“, maßgeblich in der Produktion zahlreicher TV Formate für RTL, SAT1 und Pro7 am Markt, ein Praktikum.

1999 folgte ein einjähriges Praktikum beim Musik TV Sender „VIVA". Ein Jahr später, im Jahr 2000, absolvierte er ein Volontariat zum Fernsehredakteur bei der Hamburger Firma „MME", wo er im Team u.a. für Formate wie „Bravo TV, Top of the Pops, The Dome, MTV Fashion Zone" verantwortlich war.

2001 zog es ihn aus Studiengründen zurück in die Heimat Ruhrgebiet. An der FH Dortmund/Design nahm Rosmaiti sein Studium zum Regisseur & Kameramann auf, unterrichtet und ausgebildet u.a. von der Ruhrgebiets-Regiegröße Adolf Winkelmann.

Seit dem Abschluss zum Dipl. Designer im Jahre 2007 produzierte er als Inhaber der Produktionsfirma „mighty movies“ zahlreiche Videoclips, Dokumentationen, Image-/ Kunst-/ u. Fashionfilme und ist u.a. für den WDR tätig.

2008 fertigte Lars Rosmaiti für das Selmer Jugendzentrum Sunshine den Film „Ein Platz an der Sonne“, ein Film über Jugendliche mit deutsch-russischer Zuwanderungsgeschichte.

2010 erstellte der Filmer Rosmaiti im Auftrag von FoKuS AöR den Trailer  „Ruhr 2010  Selm, Bork, Cappenberg“, der im Rahmen des Kulturfestes zur Eröffnung des europäischen Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 auf der Zeche Zollverein Premiere hatte.

John Bakuma - Tanz

John Bakuma wuchs in Bukarest auf, der Hauptstadt von Rumänien. Seine eigentlichen Wurzeln liegen jedoch im Kongo, dem Land des afrikanischen Volkstanzes, der ihn bis heute prägt. Der kongolesische Volkstanz ist ein Tanz aus der Körpermitte, der Energiequelle für jede Tanzbewegung. Die Voraussetzung für den kongolesischen Tanz ist, die einzelnen Körperteile und Muskeln zu entdecken. Vor allem die Mimik, die Arme und die Hände, Armhaltung und Armbewegungen geben dem Tanz seinen speziellen Ausdruck, Eleganz, Würde, Verspieltheit und Verträumtheit.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte Bakuma seinen eigenen Stil und wechselte in die Hip Hop Welt. Mit vierzehn Jahren gründete er eine kleine Tanzgruppe (double effekt), mit der er auf zahlreichen Stadtfesten und Veranstaltungen auftrat. Doch das reichte ihm nicht. Er träumte davon, eines Tages mit den Superstars auf der Bühne zu stehen. Er war ehrgeizig und arbeitete hart an seinen Schritten und eigenen Choreographien. Sein Herz gehört dem Tanzen. 1994 kam John Bakuma nach Deutschland, um sein Talent unter Beweis zu stellen und um seine Tanzkarriere weiter nach vorne zu bringen.

Es war nur eine Frage der Zeit bis er 1997 entdeckt wurde und seitdem mit zahlreichen nationalen und internationalen Stars als Choreograph und Tänzer auf der Bühne stand. Acht Jahre lang war und ist er ein erfolgreicher und anerkannter Backgroundtänzer (u.a. bei Kylie Minogue, DJ Bobo und Natalie Cole) und Choreograph (z.B. French Affair, Melissa, passion fruit und Daisy Dee, im TV u.a. bei Wetten dass..., VIVA Clubrotation, ZDF Fernsehgarten), bis er im Jahr 2003 seine eigene Dance - Akademie Pumping -X- Prez in Oberhausen gründete. Damit ging für ihn ein großer Traum in Erfüllung. Für John Bakuma ist Tanzen nicht nur ein leidenschaftlicher Job. Es ist seine Lebensphilosophie. Neben dem Ausdruck seiner Bewegung ist es insbesondere seine Aura, seine Power und seine Magie, die ihn auf der Bühne begeistern lassen. Sein eigener Stil macht ihn zu einem Ausnahmetänzer, Choreographen und zu einem besonderen Menschen.

Eintrag vom: 22.03.2010